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Speed Mechanics for Lead Guitar - Troy Stetina

Titel: Speed Mechanics for Lead Guitar

Autor: Troy Stetina

Verlag: Hal Leonard

Buch 80 Seiten, mit CD

Darstellung: primär Tabulatur, Standardnotation nur bei den Beispielsongs

Sprache: Englisch

ISBN-13: 978-0793509621

Kategorie/Tags : E-Gitarre, Leadgitarre, Shredding, Metal

Inhalt und Aufbau Speed Mechanics for Lead Guitar ist der Titel eines Lehrbuchs für Gitarre von Troy Stetina. Das Buch erschien erstmals 1990 bei Hal Leonard.

In diesem Buch dreht sich (fast) alles um die Leadgitarre und darum, wie man sein Spiel schneller macht.

Troy Stetina teilt das Buch in drei Parts auf: Mechanical Ability, Rhythm und Creativity.

Part One Mechanical Ability

Stetina wird hier zunächst allgemeine Lerntipps los. Im ersten Unterkapitel geht es an die essentiellen Bewegungsabläufe von rechter und linker Hand (bzw. allgemein Anschlag- und Greifhand). Im zweiten Unterkapitel geht es um die "Kunst des Übens". Stetina nimmt sich dazu eine Adaption des berühmten Hummelflugs. Den seziert er sozusagen in kleinste Einheiten, an welchen er Techniken bzw. Lernabläufe erklärt. Am Ende darf und kann man die Hummel dann steigen lassen.

Das dritte Unterkapitel nennt sich Building Speed, also Geschwindigkeitsaufbau. Stetina konzentriert sich auf das Üben mit allseits bewährten Patterns in Zyklischer Form bzw. als Sequenzen. Das vierte Unterkapitel befasst sich schließlich mit Sweep Picking.

Part Two How To Practice Rhythm Exercises

Der Titel sagt's: es geht um Rhythmusübungen. Ein wichtiges Thema, welches leider regelmäßig etwas untergeht. Bei Stetina ist das anders, er hatte auch schon ein recht gutes Lehrbuch zum Thema Rhythmusgitarre vorgelegt. Teile davon tauchen hier immer mal wieder auf. Stetina führt in diesem Kapitel mit Riffs und Licks durch verschiedene Themenbereiche wie Off-Beat, Shuffle und krumme Metren. Am Ende dieses Teils steht die Praxisetüde Caprice Nr. 10 von Paganini.

Part Three Creativity

Kreativität, das ist so eine Sache. Vor allem die Frage, ob man Kreativität wirklich erlernen bzw. vermitteln kann. Aber man kann zumindest Tipps und Hinweise zum kreativen Umgang mit musikalischem Material geben. Das ist dann natürlich immer auch ein Stück weit eine theoretische Sache. Bei Stetina geht es zunächst um Betrachtungen der allgemeinen musikalischen Ansätze und Theorie in Form von Intervallen. Dazu gibt es einen Praxistrack, die Prelude in D von Bach. Danach gibt es noch einen kurzen Ausflug in den Bereich Gehörbildung (weniger akademisch natürlich) und kurze theoretische Gedanken zum kreativen Aufbau von Solos.

Fazit Ob man die Qualität des Spiels an der Geschwindigkeit messen kann oder soll, ist eine Auslegungssache. An seiner Technik zu arbeiten, ist andererseits immer sinnvoll und damit haben solche Lehrbücher sicherlich ihre Berechtigung. Stetina Fans (und davon gibt es in Deutschland viele) würden hier wohl sagen: ein typischer Stetina. Das ist in deren Worten ein perfektes Lehrbuch. Tatsächlich gehört Stetina zu den profiliertesten Lehrbuchautoren im Bereich der härteren musikalischen Gangart. Stetina gibt gute Tipps zur Verbesserung der Spieltechnik. Außerdem, und das schätze ich an Stetina, geht er auch an weniger beliebte Bereiche heran. Hervorzuheben der Bereich Rhythmus und Gedanken zu Theorie, Lernmethodik, Ausdruck und Gehörbildung (vor allem die nähere und praktische Betrachtung von Intervallen erscheint mir hier sehr gut gelungen). Das ist alles nicht wirklich neu, aber Stetina liefert praxisbezogen und vor allem zielführend ab. Wer intensiv mit dem Buch arbeitet, der sollte spieltechnisch relativ schnell Fortschritte sehen und hören können. Voraussetzung zur Arbeit mit diesem Buch ist eine gewisse Spielerfahrung, Einsteiger dürften schnell an ihre Grenzen stoßen. Außerdem dürfte es hilfreich sein, wenn man eine gewisse Affinität für die härtere musikalische Gangart mitbringt.

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Rezensent: MP