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Rhythmic Motifs For Comping And Soloing - David Becker

Titel: Rhythmic Motifs For Comping And Soloing

Autor: David Becker

Verlag: Fingerprint (2013)

Buch 32 Seiten, mit DVD

Darstellung: Standard-Notation, Tabulatur

Sprache: Deutsch, Englisch

ISBN-10: 3938679840

ISBN-13: 978-3938679845

Kategorie/Tags : E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Rhythmusgitarre, Leadgitarre, Jazz

Inhalt und Aufbau Rhythmic Motifs For Comping And Soloing ist der Titel eines DVD Workshops von und mit David Becker. Die DVD mit Buch wurde am 16. April 2013 bei Fingerprint/Acoustic Music veröffentlicht.

Becker erleuchtet im Rahmen dieses Workshops die Frage, wie man ein gutes rhythmisches Feel (bezogen auf den Swing) bekommen kann. Dieses Thema wird zu oft unterschätzt. Dabei wissen wir alle: die beste Spieltechnik nützt nichts, wenn der Groove nicht stimmt.

Nach einem kurzen Vorwort Beckers geht es gleich zur Sache.

  • Kapitel 1 gibt eine Einführung in die Unterteilung des Swing-Rhythmus (4/4 vs. 6/8, Clave).
  • Kapitel 2 wird unter dem Titel Shifting Gears konkreter. Becker zeigt, wie man von Achteln über Triolen bis Sechzehnteln korrekt swingt. Die Noten dazu sind im Buch nicht abgedruckt, die Erklärungen von Becker sind in dem Fall aber ausreichend.
  • Das Thema Shifting Gears wird in Kapitel 3 anhand Single Note Motifs, Multi Note Motifs und Turnarounds in Achteln, Triolen und Sechzehnteln vertieft.
  • Kapitel 4 geht am Beispiel gut nachvollziehbarer Single-Note Motive noch einen Schritt weiter.
  • Kapitel 5 ist tricky. Hier spielt Becker 4 gegen 5 bzw. 4 gegen 7. Gemeint ist die scheinbare rhythmische Verschiebung bei vier Triolen in einem 4/4 Takt. Die Triolen werden aber nicht in Dreiergruppen, sondern in Gruppen zu fünf bzw. sieben Tönen gedacht. Wenn man so möchte, wird hier künstlich ein 5/4 bzw. 7/4 Feel in einem 4/4 Takt erzeugt. Das klingt verwirrend, aber Becker erhellt das Thema vorzüglich.
  • Kapitel 6 dürfte für alle hilfreich sein, die Probleme mit flott gespielten Swing-Phrasen haben. Becker erklärt gut, wie man solchen Double Time Phrasen ganz simpel den Zahn zieht: einfach Half-time denken. Das macht die Sache sehr viel relaxter.
  • In Kapitel 7 streift mit dem Bossa-Rhythmus und weiteren Claves den Latin. Dazu gibt es zwei Solo-Exercises und vier Comp Clave Exercises. Auch hier präsentiert Becker das Material gut verständlich und sehr anschaulich. Schade, dass man hier etwas durcheinander kommen kann, weil eine Exercise zwar abgedruckt aber nicht auf DVD eingespielt ist. Das gilt leider auch für die beiden im Buch angehängten Clave Variationen. Gerade für den Einsteiger bzw. weniger geübten Gitarristen wäre die visuelle Unterstützung hilfreich gewesen.

Fazit Zur Bewertung solcher Werke sollte man sich zuerst den dahinter stehenden Grundgedanken klarmachen. Es handelt sich um eine Workshop Reihe. Man darf hier kein Werk im Stil "Das umfassende Lehrbuch …" erwarten. Besser passt der Vergleich zu einer Clinic, die einen speziellen Ausschnitt des Gitarrenspiels behandelt. Aufgrund des Mediums ist der Kommunikationskanal naturgemäß beschränkt auf die Richtung Tutor → Schüler. So ein Workshop steht und fällt damit, neben der Aufbereitung des Materials, vor allem mit dem Tutor. Fingerprint hat in David Becker einen anerkannt guten Gitarristen gefunden, der die Materie kompetent und unterhaltsam vermitteln kann. Man spürt bei Becker die Liebe zur Musik und das überträgt sich auf den Schüler. So macht Lernen Spaß.

Da es nur um Rhythmik geht und allgemeines wie Scales, Chords oder allgemeine Spieltechniken nicht thematisiert werden, eignet sich der Workshop m. E. am besten für Gitarristen, welche schon eine gewisse Spielpraxis mitbringen und günstigerweise erste Erfahrungen mit Swing/Jazz/Bossa gemacht haben. Wer hier rhythmische Probleme beim Comping oder Soloing hat, dem wird bestens geholfen.

Bezugsadresse: Acoustic-Music.de

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Rezensent: MP