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Nothing But The Blues - Helmut Grahl

Titel: Nothing But The Blues

Autor: Helmut Grahl

Verlag: Fingerprint (2012)

Heft 68 Seiten, mit DVD (ca. 1:02h)

Darstellung: Standard-Notation und Tabulatur

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3938679891

ISBN-13: 978-3938679890

Kategorie/Tags : Akustik-Gitarre, Fingerstyle/Fingerpicking, Blues

Inhalt und Aufbau Nothing But The Blues ist ein DVD Workshop mit begleitendem Buch von Helmut Grahl. Am Beispiel von fünf Basissongs stellt er Möglichkeiten vor, Grundthemen bluesig auszuarbeiten. Grahl konzentriert sich dabei auf den Blues in E, was dem Lernenden entgegenkommen dürfte.

Nach einer kurzen Einleitung folgt Kapitel A Blues And Boogie. Hier stellt Grahl ein einfaches Basis-Bluesthema vor. Dieses auf den Takt gespielte Grundthema wird dann variiert. In der Praxis funktioniert das z. B. mit vorgezogenen Tönen und Achtelbässen, außerdem stellt Grahl in einer Art Baukastensystem unterschiedliche Durchgänge vor, die man zu einem ganzen Stück zusammensetzen kann. Am Beispiel dieses Basis-Bluesthemas wird das Konzept des Buches klar: es geht darum, ein Grundthema zu verinnerlichen und dieses dann mit eigenen Ideen auszuschmücken.

Kapitel B nennt sich Building Tunes, hier präsentiert Grahl die Grundthemen zu den Songs Soul Of A Man und Midnight Special. Die Tunes werden, wie der Basic Blues zuvor, zuerst als Basisversionen präsentiert. Dazu präsentiert Grahl erneut Anregungen, wie man so einen Basissong ausarbeiten kann.

Ähnliches passiert in Kapitel C Grooving with J. B. Auch hier geht es um die Ausarbeitung von Grundthemen am Beispiel der Songs See See Rider und Sloppy Drunk. Allerdings geht es hier mehr um Begleitrhythmen und deren Kombi mit Melodiethemen. Da streift Grahl einige klassische Muster u. a. im Stil von J. B. Lenoir und zeigt außerdem, wie andere Blueser mit dessen Themen umgehen.

Kapitel D befasst sich mit dem Slide-Spiel (also dem Bottleneck-Spiel) in Standardstimmung. Das Kapitel beginnt mit einer einfachen Bearbeitung des Robert Johnson Klassikers Last Fair Deal Go Down, anhand seiner eigenen Komposition Sliding Home arbeitet Grahl dazu einige Variationen heraus. Um die Technik des Slide klarzumachen, präsentiert Grahl die Themen einmal als gegriffene und einmal als geslidete Versionen. Im zweiten Teil von Kapitel D geht Grahl auf den Slidestil von Muddy Waters ein, den er anhand der Eigenkomposition Sliding The Boogie näher beleuchtet.

Fazit Helmut Grahl gehört zweifellos zu den Gitarristen, die man als Spezialisten für Ragtime und Blues bezeichnen kann. Grahl scheint alle Probleme gut zu kennen, die man beim Bluesen in E so haben kann (vor allem mit dem Umspielen des H-Akkordes). Ebenso schreibt Grahl im Intro frank und frei davon "dass manche Stellen zwar richtig, aber eben noch etwas schöner gespielt werden könnten". Das wirkt sympathisch und ehrlich und dürfte dem noch nicht ganz so fortgeschrittenen Gitarristen auch die Angst vor dem Material nehmen. Dieses ist zwar in den Basisformen relativ einfach, aber Grahl legt auch relativ anspruchsvolles Material vor und er spielt vieles in einem zügigen Tempo ein. Wer mit dem Buch arbeiten möchte, der sollte die Basisakkorde beherrschen, etwas Fingerstyle können und Basistechniken wie Hammer-On und Slide schon mal gespielt hat. Gewisse Grundkenntnisse zum Thema Blues erleichtern die Arbeit mit dem Buch ebenfalls, da Grahl in dem Buch weniger auf theoretische Dinge zum Blues eingeht (z. B. auf Blues-Formen oder Turnarounds). Ansonsten erhält man aber zum Blues in E interessante Anregungen, wie man Basisthemen zu einem eigenständigen bluesigen Tune ausarbeiten kann.

Bezugsadresse: Acoustic-Music.de

Rezensent: MP

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