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Jazz Guitar Basics - Joachim Vogel

Titel: Jazz Guitar Basics

Autor: Joachim Vogel

Verlag: AMA Verlag (1996)

Taschenbuch, 80 Seiten, mit CD

Darstellung: Standard-Notation und Tabulatur

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3927190381

ISBN-13: 978-3927190382

Kategorie/Tags: E-Gitarre, Lead-Gitarre, Rhythmus-Gitarre, Jazz

Inhalt und Aufbau Joachim Vogel möchte mit Jazz Guitar Basics, Nomen est Omen, Basics für die Jazzgitarre liefern. Er bietet diesen Einstieg mit einem System von Tools.

  • Tool 1 befasst sich mit der Durtonleiter. Es gibt zwei Fingersätze für die Durtonleiter (den E-Typ und A-Typ). Diese Tonleitern werden zur Vertiefung durch alle Tonarten gespielt, dazu gibt es angenehm klingende Tracks auf der CD. Bei konzentriertem Arbeiten sollten die beiden Positionen bald felsenfest sitzen.
  • Tool 2 stellt die Akkorde der allgegenwärtigen II-V-I Kadenz vor. Auch hier geht es ohne Umschweife kompakt ans Eingemachte. Es gibt am Beispiel C-Dur die Basisakkorde Dm7-G7-CMajor7 einmal für den E-Typ und einmal für den A-Typ. Insgesamt sind also überschaubare sechs Akkorde zu Lernen, die müssen dann allerdings wieder durch alle Tonarten gespielt werden. Auch hier sollte man nach dem Durcharbeiten den Lernstoff sicher in den Fingern haben.
  • Tool 3 befasst sich mit dem (oft ungeliebten) Thema Modes. Die werden in klassischer Form vorgestellt und auch hier wird man aufgefordert, die Modes über zwei Jamtracks zu spielen. Das ist wie zu befürchten nicht ganz so selbsterklärend wie wie Tool 1 und 2. Es ist aber auch ein typisches Problem mit der Vermittlung von Modes. Ob das System der Modes nach Durcharbeiten des Kapitels von jedem verinnerlicht sein wird, darf bezweifelt werden. Egal am Ende wird man mit einem ersten kompletten jazzigen Track belohnt.
  • Tool 4 stellt die Dur-Arpeggios der II-V-I Kadenz, aufbauend auf Tool 2, vor. D. h. man lernt die passenden Arpeggien zu Dm7-G7-CMajor7 in beiden Lagen. Die direkte Verbindung zu Tool 2 ist gut, so sollte das für jeden locker verständlich sein. Auch hier muss man die Arpeggien noch mal durch alle Tonarten spielen, auch hier dürfte man diese insgesamt 6 Arpeggien am Ende locker in den Fingern haben.
  • In Tool 5 wird es sehr viel spezieller. Hier stellt Vogel z. B. Sequenzen als Lernhilfen vor, er führt ins Thema starke Akkordtöne ein, er liefert anhand einiger Licks Kombinationen von Modes, Arpeggien und Sequenzen, präsentiert ein paar Standard II-V-I Phrasen für den Jazz und es gibt außerdem zwei neue Akkorde Dominant 9 und Dur 6 Akkord. Beide gibt es wieder als E- und A-Typ (also vier neue Akkorde). Zum Schluss gibt es erneut eine Eigenkomposition zum Mitjammen.
  • Tool 6 präsentiert Natürlich Moll und Harmonisch Moll Skalen. Natürlich Moll kommt dabei relativ kurz weg aber das ganze erklärt sich über die Inhalte zuvor (da natürlich Moll die sechste Stufe der Durtonleiter ist). Für Harmonisch Moll gibt es wieder zwei Fingersätze (E- und A-Typ). Auch die müssen wieder durch die Tonarten gespielt werden, was auch hier diese neue Tonleiter gut verinnerlichen sollte.
  • In Tool 7 harmonisiert Vogel konsequenterweise die Harmonisch Moll Skala und liefert die Akkorde für II-V-I Bewegungen in Harmonisch Moll wieder am Beispiel C mit Dm7/b5, G7 und Cm und wieder als E- und A-Typen. Das ergibt wieder 6 neue Griffbilder, die wiederum durch die Tonarten gearbeitet werden müssen.
  • Tool 8 stellt die passenden Arpeggien für Harmonisch Moll vor hier Dm7/b5, G7 und CmMaj7 Arpeggio. Die gibt es wieder als E- und A-Typ, ergibt sechs neue Arpeggien, die wiederum durch die Tonarten zu spielen sind.
  • In Tool 9 gibt es ein Sequenzen in Moll, Übungen zu den starken Akkordtönen in Harmonisch Moll, Kombis von Skalenideen, Sequenzen und Arpeggien, kurze Standardphrasen und neue Akkorde als E- und A-Typ: Dominant 7/b9/Dominant 7/#5, MollMaj7 und Moll 6. Also noch einmal sechs neue Griffmuster. Abschließend gibt es einen passenden Song zum Thema.
  • Tool 10 steht unter dem Motto Play Jazz. Vogel stellt Melodien von Jazz-Standards vor und die Möglichkeit, darum herum zu improvisieren bzw. mit Konturen, Rhythmen und Melodien zu arbeiten. Beendet wird das Buch mit einem Einblick in Vogels Song Caipirinha.

Fazit Joachim Vogel präsentiert ein, bezogen auf den komplexen Bereich Jazzgitarre, überschaubares Buch. Wenn er von Jazz Guitar Basics spricht, dann gilt das vor allem für den Bereich Dur und Harmonisch Moll und dazu gehörenden II-V-I Verbindungen. Diesen Bereich konzentriert er auf Fingerings und Akkorde der E- und A-Typen. Dazu gibt es noch ein paar Zusatzakkorde und Infos zu Standardphrasen und spezielle Übungshilfen, nicht zu vergessen die Hörbeispiele und Playbacks auf der CD. Vogel bildet zwar nur einen kleinen Ausschnitt der Jazzgitarre ab, aber gerade diese Reduzierung ermöglicht einen prima Einstieg. Vogel konzentriert sich auf das Wesentliche, bereitet das Material lerntechnisch gut auf und bietet genug Lernhilfen. Alleine das Thema Modes kommt in der Form zu kurz. Zumindest der Einsteiger wird da Probleme haben, hinter die Geheimnisse der Modes zu blicken. Aus meiner Sicht hätte Vogel das Thema besser herausgelassen, da es in der Form eher verwirren kann. Aber das ist reine Geschmackssache. Wer das Buch durcharbeitet, und da verspricht Vogel nicht zuviel, erhält einen Einstieg in die Basics der Jazz Gitarre. Mit dem Grundlagenwissen dürfte der tiefere Einstieg (den z. B. Vogel mit Jazz Guitar Secrets anbietet) nicht mehr ganz so schwer fallen.

Rezensent: MP

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